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Pressemitteilung "25 Jahre Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Graz"

Die Spezialisten der Univ.-Klinik für Urologie des LKH-Univ. Klinikum Graz stehen Patienten aus dem gesamten süd- und südostösterreichischen Raum mit Rat und Tat zur Seite. Sie sind somit für rund 900.000 Menschen zuständig, hinsichtlich des Einzugsgebietes übertrumpft man daher alle anderen urologischen Kliniken in Europa. Pro Jahr werden mehr als 23.000 Patienten ambulant versorgt, gut 4.000 Operationen durchgeführt und in über 700 Fällen Harnsteine per Stoßwellentherapie zertrümmert. Auch die erste weibliche Primarärztin des Faches in Österreich kommt aus der Grazer Klinik.




Die Univ.-Klinik für Urologie des Klinikum Graz begeht heuer ihr 25-jähriges Jubiläum. Ein großes Brimborium darum zu machen, liegt jedoch weder Klinik-Vorstand Univ. Prof. Dr. Karl Pummer noch seinem Team. Daher hat man entschieden, die umfangreichen Leistungen des Hauses mit seinen sieben Spezialambulanzen und zwei Tageskliniken für sich sprechen zu lassen. Gemessen am Einzugsgebiet ist die Grazer Klinik die größte Einrichtung ihrer Art in Österreich, ja in ganz Europa. In den vergangenen 25 Jahren wurden hier 19 Fachärzte für die Praxisniederlassung ausgebildet, 15 Ärzte konnten in der Disziplin habilitieren und es wurden sechs Primariate im In- und Ausland mit Ärzten der Grazer Klinik besetzt. Besonders stolz ist man darauf, dass auch die erste weibliche Primarärztin in der Geschichte der österreichischen Urologie, Priv.-Doz. Dr. Orietta Dalpiaz, aus der Grazer Klinik stammt. Zudem ist das Haus eines der wenigen von der "European Board of Urology" zertifizierten Ausbildungsstätten für Fachärzte aus ganz Europa.



Kampf gegen den Krebs: Hohe Heilungsraten

Rund 35 Prozent aller soliden Krebsarten (Tumore) fallen in den Zuständigkeitsbereich der Urologie, wobei Prostata-, Harnblasen- und Nierenkrebs besonders häufig sind. "Beim Prostatakrebs liegt die Heilungsrate bei 90 Prozent. Ein derartiger Wert wird bei kaum einer anderen Krebsart erreicht", erklärt der Klinikvorstand. Patient Josef Kohlberger musste sich Anfang Februar einer radikalen Prostatektomie unterziehen. "Dabei wurde mir das ganze Organ entfernt. Ich hab‘ Glück gehabt, der Krebs hatte sich noch nicht verbreitet. Eine Chemo war daher kein Thema", sagt der Weststeirer und betont: "Man hat mich hier vom ersten Tag an perfekt betreut!". Auch über unangenehme Nebenwirkungen wie eine Inkontinenz, die ein solcher Eingriff mit sich bringen kann, habe man ihn detailliert aufgeklärt. Daher habe er bereits Wochen vor der OP mit dem Beckenbodentraining begonnen. "Und jetzt bin ich nahezu beschwerdefrei!" Bei fortgeschrittenen Krebsstadien, ergänzt Pummer, kooperiere man auch intensiv mit anderen Disziplinen – von der Onkologie bis hin zur Humangenetik.



Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum und neue Tagesklinik

Inkontinenz ist freilich nicht nur eine Nebenwirkung bei Prostatakrebsbehandlungen, sondern hat unterschiedlichste Ursachen. Das macht sie zu einem ganz großen Thema in der Medizin des dritten Jahrtausends. Laut Statistik leiden Hundert-tausende Österreicher an einer Form davon. "Aufgrund der Vielschichtigkeit der Erkrankung bestehen zig Schnittstellen zu anderen Disziplinen. So war es für uns selbstverständlich, Partner des neuen Kontinenz- und Beckenbodenzentrum zu werden", sagt der Klinikvorstand und verweist auf noch eine neue Einrichtung des Klinikum: die Tagesklinik im neuen Chirurgiekomplex. Hier werden u. a. mehr als 700 Stoßwellenbehandlungen zur Zertrümmerung von Harnsteinen durchgeführt. Zudem können bei Verdacht auf Prostatakrebs Fusionsbiopsien gemacht oder Markierungen für eine geplante Strahlentherapie gesetzt werden. Bei ersterer handelt es sich um eine neue Methode, die die Magnetresonanz- und Ultraschallbefunde kombiniert.



Was die Zukunft bringt

Das Fach Urologie hat sich vor mehr als einem halben Jahrhundert aus der septi-schen Chirurgie entwickelt und war schon immer Vorreiter innovativer technischer Entwicklungen wie Endoskopie, Laseranwendungen, minimal invasiver Chirurgie oder auch der Roboterchirurgie. Der Trend setzt sich fort, wenngleich sich der Schwerpunkt zunehmend auf eine molekularbiologische, ja sogar genetische Ebene verschiebt. Zudem steigt in einer immer älter werdenden Gesellschaft der Bedarf an urologischer Betreuung. Schätzungen zufolge hat schon heute jeder dritte Patient in einem Wartezimmer ein von ihm nicht erkanntes urologisches Problem. So ist es für die Urologie des Klinikum Graz eine der großen Herausforderungen, auch künftig ausreichende Ressourcen für eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.



Zahlen, Fakten, Daten:

​In ihrer heutigen Form ist die Univ.-Klinik für Urologie 1993 unter Univ.-Prof. Dr. Gerhart Hubmer gegründet worden. Davor wurde die Disziplin durch eine der so genannten "Landschaftlichen Abteilungen" der KAGes und einem Department der Chirurgischen Klinik vertreten. Mit der Zusammenlegung und dem universitären Status ging nun offiziell der klare Auftrag zu Forschung und Lehre einher. Aktuell werden eine Vielzahl von Vorlesungen für die Studiosi der Med Uni Graz gehalten, mehrere Diplomarbeiten betreut und laufend Publikationen in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. In den vergangenen Jahren konnten stets zwischen 60 und 200 Impactpunkte pro Jahr erarbeitet werden, was nicht zuletzt der engen Kooperation mit der Klinischen Abteilung für Onkologie und dem Institut für Humangenetik geschuldet ist.

Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer steht der Klinik seit 2007 vor. Die Klinik zählt insgesamt mehr als 130 Mitarbeiter, davon 25 Ärzte und 86 Pflegepersonen. Vergangenes Jahr wurden mehr als 4.000 Patienten stationär aufgenommen und nahezu ebenso viele Operationen durchgeführt, wobei im letzten Jahrzehnt die Zahl der operativen Eingriffe im Vergleich zu jenem davor um 60 Prozent gestiegen ist. Etwa 23.000 Patienten wurden ambulant betreut und in über 700 Fällen eine Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) durchgeführt, um Harnsteine zu entfernen. Diese Zahlen beinhalten auch die Fälle der "Dislozierten Tagesklinik" in Fürstenfeld, die seit zehn Jahren von Graz aus geleitet wird.

Details: urologie.uniklinikumgraz.at






Kontakt:

Mag. Simone Pfandl-Pichler
LKH-Univ. Klinikum Graz
Pressestelle
Auenbruggerplatz 1, 8036 Graz
simone.pichler@klinikum-graz.at
Tel. Nr.: + 43 (316) 385-87791







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 Letzte Änderung: 30.05.2018

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