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Pressemitteilung "Mit Sicherheit das Beste für unsere Patienten"

Sicherheit wird am LKH-Univ.-Klinikum Graz immer und speziell am 6. Grazer Risikotag großgeschrieben: Ein optimales Patient-Blood-Management, ein gezieltes Simulationstraining als Reality-Check und ein Blick in den Krankenhausalltag Schottlands zeigen, wie und wo Patientensicherheit weiter gesteigert werden kann. Konkretes dazu erfahren die Teilnehmer aus erster Hand – nämlich von Dr. Brian Robson, dem Medizinischen Direktor des NHS (National Health Service) Schottlands, den die Organisatoren als Vortragenden begrüßen.




​Fast 300 Teilnehmer wollen auch heuer wieder vom LKH-Univ. Klinikum Graz lernen und in puncto Sicherheit kein Risiko eingehen. Daher finden sie sich heute zum Grazer Risikotag am Klinikum Graz ein, der bereits zum sechsten Mal in Folge von der Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement des Klinikum veranstaltet wird. Es werden neue Ideen zum Thema Patientensicherheit präsentiert, aber auch bestehende Maßnahmen im Hinblick auf deren Effizienz unter die Lupe genommen, erklärt Priv.-Doz. Mag. Dr. Gerald Sendlhofer, oberster Qualitäts- und Risikomanager des Klinikum Graz.



Patient-Blood-Management

Einer dieser neuen Zugänge ist das Patient-Blood-Management (PBM), dem Univ.-Prof. Dr. Peter Schlenke, Vorstand der Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, sein Referat "Optimal Blood Use" widmet. PBM ist ein multidisziplinäres, patientenindividuelles Behandlungskonzept, das zum Tragen kommt, wenn Anämien behandelt, Blutverluste minimiert und Bluttransfusionen optimiert werden sollen. Umsetzungspotenzial ergibt sich beispielweise in der Vorbereitung zu Eingriffen wie Herz- oder Hüftoperationen. Anämien können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass während eines Eingriffs mehr Spenderblut gebraucht wird oder danach Wundheilungsstörungen auftreten. Dem kann u. a. durch die Bestimmung des Eisenwertes vor der OP entgegenwirkt werden. Fällt er zu niedrig aus, kann er durch eine gezielte Therapie in den Normalbereich gebracht werden und das wiederum bannt die genannten Risiken. In der Folge spart man dadurch auch wertvolles Spenderblut ein, das einem anderen Patienten das Leben retten kann. Im Rahmen einer KAGes-weiten Initiative soll nun das Bewusstsein der Mitarbeiter für PBM geschärft und gezielte Fortbildungen sollen angeboten werden.



Simulationstrainings (un-)möglicher Szenarien geben Sicherheit

Ein Beispiel dafür, wie sich Maßnahmen im Spitalsalltag bewähren können, die bereits in anderen Bereichen erprobt wurden, ist die Simulation von Abläufen. Am Klinikum Graz werden daher im eigenen Simulationszentrum interdisziplinäre Simulationstrainings durchgeführt und dabei "Verwechslungsszenarien wie Patienten- oder Medikamentenverwechslung", die "korrekte Verwendung der OP-Checkliste" oder auch der "anästhesiologische Notfall" durchgespielt. Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, verbringen übrigens die Turnusärzte der Anästhesiologie des Klinikum Graz immer ein bis zwei Wochen vor ihrem Ersteinsatz im OP im Simulationszentrum. Die Trainings geben Ärzten und Pflegepersonen Sicherheit im Umgang mit außergewöhnlichen Situationen.



Schottland als Vorbild in puncto Sicherheit

Als österreichweiter Vorreiter in Sachen Sicherheit im Krankenhaus stellt das Klinikum Graz mit dem Risikotag auch eine grenzübergreifende Plattform für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung. "Heuer dürfen wir Dr. Brian Robson, den Medizinischen Direktor des NHS (National Health Service) Schottlands als Vortragenden begrüßen", freut sich Priv.-Doz. Mag. Dr. Sendlhofer. Nach einigen Vorfällen in einem NHS-Krankenhaus (Mid Staffordshire NHS Foundation Trust, England) wurden vor gut zehn Jahren Maßnahmen ergriffen. Mit großem Erfolg: Heute steht die NHS, was Patientensicherheit betrifft, in Europa an vorderster Stelle. In seinem Referat "Improving Quality and Safety at Scale" geht Dr. Robson auf diese Entwicklung ein.



Maschine ersetzt Mensch?

Last, but not least, kommt Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, Vorstand der Univ.-Klinik für Innere Medizin, auf ein durchaus kontroversiell diskutiertes Thema zu sprechen. Unter dem plakativen Titel "Maschine ersetzt Mensch", beleuchtet er u. a. den Einsatz des Systems "GlucoTab" im Rahmen eines modernen Blutzucker-managements. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das Pflegepersonen und Ärzte bei der Insulintherapie von Patienten mit Typ 2 Diabetes unterstützt, in dem es automatisch die richtige Insulindosis errechnet.



Manager im Auftrag der Sicherheit

Am LKH-Univ. Klinikum Graz sorgen 148 Risikomanager aus allen Berufsgruppen für Sicherheit. So machen Ärzte, Pflegepersonen, Experten aus den Medizinisch-Technischen Berufen sowie aus den Verwaltungsbereichen potenzielle Risiken sichtbar und entschärfen diese, bevor sie zu wirklichen Gefahren werden. Mitarbeiter der Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement begleiten Pflegepersonen und Ärzte auch auf den Stationen, um z. B. folgende Abläufe zu beleuchten: Werden Medikamente richtig ein- und ausgeteilt? Sind die Dienstübergaben klar strukturiert? Befolgen die Mitarbeiter alle Hygienevorschriften? Wird die OP-Checkliste eingehalten, mit der im Vorfeld einer Operation ein letztes Mal die Richtigkeit von Identität und Art des Eingriffs überprüft wird. Wie fallen Feedbackgespräche aus und machen sie Verbesserungspotenziale sichtbar?



Zahlen, Fakten, Daten:

Der sechste Grazer Risikotag am LKH-Univ. Klinikum Graz steht unter dem Motto "Die Zukunft von Gestern im Gesundheitswesen". Mehr als 300 Teilnehmer aus ganz Österreich nutzen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen und lassen sich von Sicherheitsexperten aus Österreich, der Schweiz und Schottland zum Thema Patientensicherheit beraten bzw. berichten von ihren Erfahrungen im Krankenhausalltag.
Sicherheit steht am LKH-Univ. Klinikum Graz stets im Mittelpunkt der Arbeit, aktuell sind 148 Risikomanager aus allen Berufsgruppen im Einsatz, um die Risiken bei Operationen und in der täglichen Arbeit auf den Stationen so gering wie möglich zu halten. Maßnahmen wie OP-Checklisten, Trainings im Simulationszentrum und Awards für neue Ideen zum Thema Patientensicherheit helfen, die Sicherheit kontinuierlich zu steigern.




© Werner Stieber/LKH-Univ. Klinikum Graz
[Bildvergrößerung] © Werner Stieber/LKH-Univ. Klinikum Graz


Kontakt:

Mag. Simone Pfandl-Pichler
LKH-Univ. Klinikum Graz
Pressestelle
Auenbruggerplatz 1, 8036 Graz
simone.pichler@klinikum-graz.at
Tel. Nr.: + 43 (316) 385-87791







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 Letzte Änderung: 05.04.2018

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