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Pressemitteilung "Hin und weg: Willkommen in der neuen Tagesklinik!"

Mit der Interdisziplinären Tagesklinik öffnet am 11. Jänner 2018 offiziell eine neue, innovative Einrichtung des LKH-Univ. Klinikum Graz ihre Pforte. Spezialisten aus zehn Fachdisziplinen stehen ab sofort für tagesklinische chirurgische Eingriffe zur Verfügung. Die Behandlungspalette reicht von der Lidstraffung über die Operation des Karpaltunnels bis hin zur Hallux-Korrektur. Sicherheit in der Nachbetreuung gewährleistet zudem die 24-Stunden-Hotline. Brigitte Hofer und Hildegard Pall waren die ersten Patientinnen, die in der neuen Einrichtung erfolgreich behandelt wurden.




© Simon Möstl / LKH-Univ. Klinikum Graz
[Bildvergrößerung] © Simon Möstl / LKH-Univ. Klinikum Graz
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© Marija Kanizaj / LKH-Univ. Klinikum Graz
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Hand aufs Herz: Wer lässt sich nicht lieber ambulant statt stationär behandeln – selbst bei chirurgischen Eingriffen? Man kommt in der Früh in die Klinik und geht nach erfolgter Operation nur wenige Stunden später wieder nach Hause. So verwundert es nicht, dass die tagesklinische Betreuung weltweit einen echten Trend in der medizinischen Versorgung darstellt. Während die Zahlen für stationäre Aufenthalte seit einigen Jahren stagnieren bzw. sogar leicht rückläufig sind, stiegen die tagesklinischen Behandlungen in Österreich laut Statistik Austria allein von 2015 auf 2016 um zehn Prozent an. Blickt man ein Jahrzehnt zurück, so sind es heute um etwa zwei Drittel mehr.

Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Tagesklinik (sie ist die sechste Einrichtung dieser Art am Klinikum Graz) am 11. Jänner 2018 trägt das Klinikum Graz dieser Entwicklung einmal mehr Rechnung. Spezialisten aus zehn chirurgischen Fachdisziplinen (siehe Infobox), top ausgebildete Pflegepersonen und Mitarbeiter der medizinisch-technischen Dienste sorgen für eine optimale Versorgung der Patienten. Das Behandlungsspektrum reicht von Hallux- Korrekturen über tumorchirurgische Eingriffe, Brustverkleinerungen bis hin zu Behandlungen der Bindegewebserkrankung „Morbus Dupuytren" oder Oberlidstraffungen.

Die beiden letztgenannten Behandlungen standen am 1. Dezember 2017 auf dem OP-Plan. An diesem Freitag nahm die neue Einrichtung ihren Betrieb auf. Hildegard Pall litt unter der oben erwähnten Bindegewebserkrankung „Morbus Dupuytren", bei der es zum Funktionsverlust der Finger kommt. Univ.-Prof. Dr. Stephan Spendel, Leiter der Interdisziplinären Tagesklinik, hat der Patientin das wuchernde Bindegewebe operativ entfernt, sodass sie nun im wahrsten Sinne des Wortes wieder alles im Griff hat. Brigitte

Hofer wurde im Anschluss von der Plastischen Chirurgin OA Dr. Eva Prandl behandelt, die der Patientin die Augenlieder operativ straffte und die Augenbrauen hochzog. Seither leidet Brigitte Hofer unter keinerlei Sehbeeinträchtigungen mehr.



24-Stunden-Hotline zur Nachbetreuung

Beide Patientinnen empfanden den (Kurz-)Aufenthalt als äußerst angenehm – „soweit man das im Rahmen einer Operation sagen kann“, fügt die Pensionistin Hildegard Pall schmunzelnd hinzu. Dennoch: Jede der beiden würde sich wieder für die tagesklinische Behandlung und gegen eine stationäre entscheiden. Sicherheit gibt hier auch die 24-Stunden-Hotline, die jedem Patienten nach einem Eingriff zur Verfügung steht. Zudem, so die beiden unisono, dürfe man nicht vergessen, dass man sich trotz tagesklinischer Behandlung in einem Universitätsklinikum befindet. Ergo sei man auch im Fall des Falles durch das bestehende stationäre Angebot in den besten Händen. Ein maßgeblicher Unterschied zur Variante „Sanatorium“ oder „Privatklinik“, sind sie sich einig.



Termingarantie, keine Wartezeiten und Lunchpaket
© Marija Kanizaj / LKH-Univ. Klinikum Graz
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© Marija Kanizaj / LKH-Univ. Klinikum Graz
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In der Tagesklinik des LKH-Univ. Klinikum Graz können pro Tag bis zu 40 Patienten behandelt werden. „Jeder Fachdisziplin stehen dabei eigene Zeitfenster zur Verfügung, in denen ein Eingriffsraum für sie reserviert ist. Die Terminvergabe selbst erfolgt über die einzelnen Fachbereiche", erklärt Univ.-Prof. Dr. Stephan Spendel. Auch endoskopische Behandlungen sowie die Stoßwellentherapie (ESWT), z. B. zur Zertrümmerung von Nierensteinen, würden im Haus durchgeführt. „Und da wir keine Notfallversorgung gewährleisten müssen, hat jeder Patient Termingarantie, sodass Wartezeiten entfallen."

Die Interdisziplinäre Tagesklinik befindet sich im Erdgeschoß des vor Kurzem eröffneten Chirurgiekomplexes. Zwei top moderne Eingriffsräume und 23 Betten zur Nachbetreuung stehen zur Verfügung. Das ermöglicht eine Nutzung im Ausmaß von ca. 50 Stunden pro Woche, wobei gut die Hälfte aller Eingriffe unter Vollnarkose erfolgen kann. Geöffnet ist die Einrichtung wochentags von 07.00 bis 18.00 Uhr, die letzte OP findet jeweils um 13.00 Uhr statt. „Damit garantieren wir, dass jeder Patient genügend Zeit hat, um sich zu erholen, bevor er nachhause geht", so Univ.-Prof. Dr. Spendel. Auch für die Verpflegung der Patienten, die oft nüchtern zum Eingriff kommen, sei mittels Lunchpaket gesorgt.

„Die Interdisziplinäre Tagesklinik des LKH-Univ. Klinikum Graz ist ein weiterer Meilenstein in der Gesundheitsversorgung des Landes Steiermark. Man bietet damit eine Alternative zur stationären Betreuung – was sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter bzw. generell in puncto Gesundheitsökonomie unglaublich viele Vorteile mit sich bringt", erklärt Mag. Christopher Drexler, steirischer Landesrat für Gesundheit, Pflege, Kultur und Personal. Ergänzend fügt Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, KAGes-Vorstandsvorsitzender, hinzu, dass die Patienten einen genauen Terminplan hätten und dadurch sowohl für sie als auch für die Mitarbeiter ein klarer Tagesablauf vorgegeben sei. Weiters stünde den Mitarbeitern ein helles und modernes Arbeitsumfeld zur Verfügung. Tscheliessnigg weiter: „Aufgrund der Vorteile ist für uns schon in der Planung des neuen Chirurgiekomplexes von Beginn an klar gewesen, dass es eine derartige Einrichtung geben wird."

Auch budgettechnisch betrachtet spreche alles für den Ausbau der tagesklinischen Betreuung, erläutert Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA, KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, und verweist damit auf die Tatsache, dass sich ein Spitalsbett pro Tag mit 1.000 Euro zu Buche schlage während die tagesklinische Betreuung für denselben Zeitraum nur gut die Hälfte ausmache.



Zahlen, Fakten, Daten:

Die „Interdisziplinäre Tagesklinik“ hat am 1. Dezember 2017 ihren Betrieb aufgenommen und ist mit 11. Jänner 2018 offiziell eröffnet worden. Mit Stichtag 10. Jänner 2018 wurden 120 Eingriffe durchgeführt, 147 urologische Stoßwellentherapien (ESWL) erbracht und im Bereich Thorax- und Allgemeinchirurgische Endoskopie bereits über 600 Fälle behandelt.

Das Stammteam der „Interdisziplinären Tagesklinik“ umfasst 23 Mitarbeiter, der organisatorische Leiter der innovativen Einrichtung ist Univ.-Prof. Dr. Stephan Spendel.

An der Interdisziplinären Tagesklinik tätig sind: die Univ.-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie, die Klinische Abteilung für Gefäßchirurgie, die Klinische Abteilung für Herzchirurgie, die Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, die Klinische Abteilung für Thoraxchirurgie und Hyperbare Chirurgie, die Klinische Abteilung für Transplantationschirurgie, die Univ.-Klinik für Neurochirurgie, die Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie sowie die Univ.-Klinik für Urologie.

Die neue Einrichtung ist mit insgesamt 23 Betten ausgestattet, von denen sich vier in Einzelzimmern befinden und eines in einem separaten Aufwachraum aufgestellt ist. Pro Tag können gut 40 Patienten betreut werden.

Die neue Interdisziplinäre Tagesklinik ist die sechste Einrichtung dieser Art am LKH-Univ. Klinikum Graz. Nach wie vor stehen den Patienten Tageskliniken an der Univ.-Augenklinik, der Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie, der Hals-Nasen-Ohren-Univ.-Klinik sowie der Univ.-Klinik für Innere Medizin und der Univ.-Klinik für Kinder und Jugendchirurgie zur Verfügung.







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 Letzte Änderung: 21.03.2018

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