
Interdisziplinäres Operationsteam des Grazer LKH-Univ.-Klinikums replantierte erfolgreich abgetrennten Arm eines Patienten
Ein interdisziplinäres Operationsteam unter der Führung der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie des LKH-Univ.Klinikums Graz konnte in einer aufwändigen und komplizierten Operation den abgetrennten Arm eines rund 50jährigen Patienten erfolgreich replantieren. Der Arm war im Ellbogenbereich abgetrennt. „Diese Makroamputation war sehr aufwändig. Blutgefäße, Nerven und Knochen müssen in Kleinstarbeit miteinander „verbunden" werden. Teilweise mussten wir Nerven von den Beinen auf den Oberarm transplantieren. Eine so komplexe Operation ist auch nur durch eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen möglich", erklärte der Leiter der Operation Univ.-Prof. Dr. Horst Koch von der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie. Sieben Ärzte (Unfallchirurgen, Gefäßchirurgen , Plastische Chirurge und Anästhesie) konnten den Arm des Patienten in einer 9,5 stündigen Operation retten. „Die Operation ist gut verlaufen, dem Patienten geht es den Umständen entsprechend gut", betont Univ.-Prof. Dr. Koch. „Wegen eines in den ersten Tagen nach der Operation bestehenden Restrisikos für Durchblutungsstörungen des replantierten Armes werden für etwa eine Woche engmaschige Kontrollen durchgeführt. Bei weiterhin gutem Verlauf kann der Arm nach dieser Zeit als gerettet betrachtet werden."
Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Horst Koch
Tel: 0316-385-14685
horst.koch@medunigraz.at