
Aufgaben: Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks sowie des peripheren Nervensystems und der Muskulatur führen zu einer Vielzahl von Beschwerden und Symptomen, die von Kopfschmerzen, Kreuzschmerzen, Gefühlsstörungen und Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Störungen des Gedächtnisses und anderer intellektueller Abbausyndrome bis zu Störungen des Bewusstseins und dem Auftreten unwillkürlicher Bewegungen reichen.
Die Universitätsklinik für Neurologie versorgt alle PatientInnen mit derart akut aufgetretenen und auch länger bestehenden gesundheitlichen Problemen aus dem Raum Graz und Graz Umgebung östlich der Mur sowie aus der Südsteiermark. Die Klinik ist weiters Referenzzentrum für spezielle Fragestellungen (Problemfälle) aus der gesamten Steiermark und dem übrigen Südösterreich. Besondere Fragestellungen werden aber auch aus anderen Bundesländern und von ausländischen Institutionen an uns herangetragen.
Für die ambulante Betreuung unserer PatientInnen stehen eine Akutaufnahme sowie die allgemeine neurologische Ambulanz und mehrere Spezialambulanzen zur Verfügung. Die Akutaufnahme der Klinik befindet sich gemeinsam mit jener der Medizinischen Universitätsklinik in der so genannten EBA (Erstuntersuchung, Bobachtung, Aufnahme) im Westteil des Klinikums (Auenbruggerplatz 41). Sie kann von allen PatientInnen rund um die Uhr mit plötzlich aufgetretenen schwerwiegenden neurologischen Symptomen kontaktiert werden und garantiert eine rasche und effiziente Versorgung. Für die Diagnostik stehen in dieser Einheit kraniale Computertomographie und entsprechende Laboreinrichtungen 24 Stunden pro Tag und sofort zur Verfügung. Seit Mitte 2008 ist auch ein Magentresonanztomograf direkt in der EBA verfügbar.
Die allgemeine neurologische Ambulanz und die Spezialambulanzen im Gebäude der Klinik betreuen PatientInnen, die von anderen Kliniken, praktischen ÄrztInnen und FachärztInnen überwiesen werden.
Für die stationäre Versorgung verfügt die Klinik über eine Intensivstation, eine Stroke Unit (Schlaganfall-Einheit), drei allgemeine Bettenstationen sowie eine Station für Neurorehabilitation. Dies gewährt ein umfassendes Versorgungsangebot, welches vom schweren Notfall über die ausführliche Abklärung eventuell auch schon länger bestehender Beschwerden bis hin zur funktionellen Wiederherstellung durch neurorehabilitative Maßnahmen reicht.
Seit Ende 2006 steht nach dem zweiten Teilumbau im Rahmen des Projektes LKH 2000 im Osttrakt der Klinik ein völlig neu gestalteter PatientInnenbereich mit modernen Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Bettenverfügbarkeit ist derzeit leider noch eingeschränkt, da erst im Jänner 2008 mit dem dritten Bauabschnitt begonnen werden konnte, der die Sanierung des Westteils der Klinik zum Inhalt hat. Ab 2009/2010 wird die Klinik dann auch über einen größeren Neurorehabilitationsbereich, ansprechende Aufenthaltsräume sowie genügend Räumlichkeiten für den StudentInnenunterricht verfügen.
Die Universitätsklinik für Neurologie ist ein wesentlicher Forschungsmotor im Klinikum, wobei die Zusammenarbeit mit anderen Häusern des Universitätsklinikums aber auch mit nationalen und internationalen Einrichtungen groß geschrieben wird. Dem entsprechend gewährleistet die Universitätsklinik für Neurologie die neuesten Diagnose- und Therapiestandards und kann für ihre Schwerpunkte auch frühzeitig Behandlungsmethoden anbieten, die erst in Erprobung sind.
Eine weitere wesentliche Aufgabe kommt der Klinik im Rahmen der Ausbildung zu. Dies gilt für die studentische Ausbildung im Rahmen des Medizinstudiums mit regelmäßigen Vorlesungen und praktischen Übungen sowie für die Ausbildung zum/r Facharzt/Fachärztin für Neurologie. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen, die Organisation von Workshops, Symposien und Kongressen komplettieren das Ausbildungsangebot.