


PatientInnen-Versorgung:
Die Klinische Abteilung für Onkologie an der Universitätsklinik für Innere Medizin Graz ist die einzige Abteilung im Klinikum, welche für das gesamte Spektrum an Erkrankungen solider Karzinome im Erwachsenenalter für Diagnostik, Therapie und Nachsorge spezialisiert ist. Für die Erfüllung dieser Aufgaben stehen der Klinischen Abteilung für Onkologie eine Bettenstation mit derzeit 27 (Endausbau 30) Betten und ein Ambulanzbereich zur Verfügung. Innerhalb dieses Ambulanzbereiches werden zusätzlich zur Beratung, Aufklärung und Nachsorge, für diagnostische Maßnahmen auf insgesamt 8 Therapieplätzen intravenöse, medikamentöse Tumortherapien sowie supportivtherapeutische Maßnahmen durchgeführt.
Die Arbeit an PatientInnen durch hochspezialisierte ÄrztInnen sowie speziell geschulte Pflegekräfte und SozialarbeiterInnen, wird ergänzt durch ein Team von Psychoonkologen, welches sowohl im ambulanten sowie im stationären Bereich teamintegriert tätig ist.
Mit Ausnahme des Einzugsgebiets des LKH Leoben sowie des LKH Fürstenfeld, stellt die Klinische Abteilung für Onkologie die Anlaufstelle für Erwachsene TumorpatientInnen der Steiermark, des angrenzenden Bundeslandes Burgenland sowie teilweise auch Teilen von Südkärnten dar. Für das gesamte Einzugsgebiet stellt die Universitäre Abteilung die medizinisch oberste Instanz dar. Neben der Durchführung kurativer, medikamentöser Therapien, welche auf evidenzbasierten Daten auch autologe Stammzelltransplantationen beinhalten, die darüber hinaus auch innerhalb klinischer Studien durchgeführt werden, wird den PatientInnen auch im Palliativbereich das gesamte Spektrum der tumorspezifischen Maßnahmen unter Einbeziehung diverser Hormonchemotherapien, Immuntherapien, Antikörpertherapien geboten. Diese tumorspezifisch wirksamen medikamentösen Verfahren werden ergänzt durch das gesamte Spektrum supportivtherapeutischer Maßnahmen, wobei das ganzheitliche biopsychosoziale Betreuungsmodell Grundlage der Betreuung von PatientInnen und deren Angehörigen darstellt. Schwerpunktmäßig werden an der Abteilung PatientInnen mit Mammakarzinomen, Gastrointestinalkarzinomen, Pankreaskarzinomen, Sarkomen sowie in zunehmendem Ausmaße auch sämtliche Typen an bösartigen Lungentumoren, behandelt.
Darüber hinausgehend ist die Klinische Abteilung für Onkologie wie alle anderen Klinischen Abteilungen an der Universitätsklinik für Innere Medizin verpflichtet, Betten für PatientInnen aus der allgemeinen Notfallaufnahme - unabhängig von der Erkrankungsart - zur Verfügung zu stellen.
Für die Bettenstation und die - assoziiert zur Klinischen Abteilung für Onkologie - unter Leitung von Univ. Prof. Samonigg betriebene Universitäre Palliativmedizinische Einrichtung (siehe dort), verfügen beide Einrichtungen über einen gemeinsamen Onko - Palliativmedizinischen ärztlichen Nachtdienst. Während des Tages und der Regelarbeitszeit sind auf der Bettenstation zwei Oberärzte, zwei Assistenzärzte sowie zwei Turnusärzte und eine Psychologin sowie insgesamt 13,4 Dipl. Krankenschwestern und 6,5 Sanitätshilfsdienste. In der Ambulanz sowie tagesklinischen Therapieeinrichtung werden pro Jahr ca. 17.000 PatientInnen-Kontakte von insgesamt 8 ÄrztInnen versorgt.
Lehre und Ausbildung:
Der Klinischen Abteilung für Onkologie obliegt die Lehre über sämtliche diagnostische sowie therapeutische Maßnahmen von soliden Tumoren des Erwachsenenalters. Im Rahmen der Haupt- und Nebenvorlesungen sowie des Praktikums für Innere Medizin werden die StudentInnen ausgebildet. Außerdem ist die Onkologie ein Teilgebiet für die Gesamtausbildung zum Facharzt für Innere Medizin. Im Rahmen zur Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin sind die AssistentInnen jeweils über mindest zwei Monate an der Klinischen Abteilung für Onkologie tätig. Darüber hinaus erfolgen auf freiwilliger Basis Dissertationen und vertiefte Ausbildung von StudentInnen, die ein Schwerpunkthema in der Onkologie ausgewählt haben.
Forschungsaktivitäten:
Die wissenschaftliche Tätigkeit umfasst einerseits das gesamte Spektrum der Durchführung klinischer Studien (Phase I, II und III Studien) sowie diverse Themen der Grundlagenforschung aus dem Bereich der Onkologie - ergänzt durch eine Vielzahl psychoonkologischer Forschungsprojekte. Im Rahmen der Durchführung klinischer Studien können den PatientInnen von ÄrztInnen noch nicht für die Routine zugelassene Therapieverfahren und die Teilnahme an den großteils internationalen multizentrischen Therapieprotokollen angeboten werden. Die Grundlagenforschung im Bereich des onkologischen Forschungslabors und diverser Forschungsprojekte, welche im Zentrum für Medizinische Forschung projektbezogen abgewickelt werden, konzentrieren sich unter anderem schwerpunktmäßig auf Forschung im Zusammenhang mit Mikrometastasen im peripheren Blut sowie Genpolymorphismen und der Erforschung und Weiterentwicklung prognostischer sowie prediktiver Faktoren. Aus dem Bereich der Psychoonkologie umfassen die zentralen Forschungsfelder unter anderem die Coping-Strategien von PatientInnen und Angehörigen mit unterschiedlichen Tumortypen - aber auch die Auswirkungen und Gestaltungselemente der Krankenstation auf die Befindlichkeit von TumorpatientInnen.
Administration:
Für die Abwicklung administrativer Leistungen steht der gesamten Abteil-ung ein Pool von 5,5 Sekretärinnen zur Verfügung. Neben der unmittelbaren administrativen Tätigkeit der Sekretärin stehen für die Dokumentation sowie die Unterstützung der Durchführung wissenschaftlicher Projekte drittmittelbeschäftigte Studynurses zur Verfügung.